Wer seine Privathaftpflichtversicherung wechseln möchte, beabsichtigt damit einen günstigeren Beitrag, bessere Leistungen oder im besten Fall beides gleichzeitig. Bei einem Privathaftpflicht Vergleich sollten man auch niemals nur auf das Erzielen eines niedrigen Beitrags schauen, sondern immer auch den Versicherungsumfang im Auge behalten. Denn eine günstige Versicherung nützt nur dann etwas, wenn sie im Schadenfall trotz geringem Beitrag auch leistet. Bevor ein Wechsel der Haftpflichtversicherung möglich ist, sollte aber nicht nur ein Vergleich für optimale Alternativen durchgeführt, sondern besonders die bestehenden Kündigungsfristen beachtet und befolgt werden. Nur so besteht die Möglichkeit, den bestehenden Schutz durch einen neuen zu ersetzen. Damit nichts schief geht und alle Möglichkeiten genutzt werden können, folgt ein kurzer Überblick über die Kündigungsmöglichkeiten und deren Kündigungsfristen.

Die ordentliche Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit

In der Regel erfolgen Kündigungen zum Vertragsende, wobei eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende der Laufzeit einzuhalten ist. Bei Haftpflichtversicherungen beträgt die Laufzeit meistens 1 oder 3 Jahre. Manche Versicherer bieten auch längere Laufzeiten für günstigere Beiträge an. Das ist aber sehr selten geworden, weil der Gesetzgeber festgelegt hat, dass im Sinne des Verbraucherschutzes auch solche Verträge bereits zum Ende des dritten Jahres gekündigt werden können.

Verschiedene Möglichkeiten der außerordentlichen Kündigung

Wer eine günstige Privathaftpflicht als Ersatz für den bestehenden Vertrag abschließen möchte, hat neben der ordentlichen Kündigung auch andere Möglichkeiten, den aktuellen Versicherungsschutz zu beenden. So gibt es das sogenannte außerordentliche Kündigungsrecht bei einer Beitragserhöhung, ohne dass gleichzeitig auch die Leistungen gesteigert werden. Ab dem Zeitpunkt der Kundgebung des erhöhten Beitrags besteht dann ein verkürztes Kündigungsrecht von vier Wochen. Ebenso außerordentlich kann die Privathaftpflicht gekündigt werden, wenn ein Schaden reguliert wurde. Hier besteht zudem keine Frist und der Vertrag muss vom Versicherungsnehmer sofort aufgehoben werden. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass Vorschäden eventuell zu Ablehnungen bei anderen Versicherern führen können und der laufende Vertrag nur gekündigt werden sollte, wenn ein Folgevertrag sicher ist. Dieses außerordentliche Kündigungsrecht im Schadenfall gilt übrigens auch für das Versicherungsunternehmen, was häufig bei zu vielen Schadenfällen auch genutzt wird.

Ein weiterer Fall für die Chance, eine bestehende Versicherung unabhängig von ihrer Laufzeit zu kündigen, ist der Zustand von Doppelversicherungen, die insbesondere dann auftreten, wenn zwei Partner zusammenziehen und beide vorher separat versichert waren. Da der Einschluss der nahen Familienmitglieder oder auch der Lebenspartner möglich ist, wenn man zusammen unter derselben Meldeadresse lebt, kann man sich im Rahmen einer Familienhaftpflichtversicherung gemeinsam mit nur einem Vertrag absichern. Bei zwei bestehenden Versicherungen kann dann die jüngere der beiden gekündigt werden und das Versicherungsunternehmen hat diese ab dem Zeitpunkt der Meldung aufzuheben.

Versicherungsvergleich für die beste Privathaftpflicht

Kündigungen sollten möglichst per Einschreiben verschickt werden, um jederzeit einen fristgerechten Versand nachweisen zu können. Vor einer Kündigung der Haftpflichtversicherung ist es zudem wichtig, dass ein nachfolgender Vertrag sicher ist, um hinterher nicht ohne Absicherung da zu stehen oder den erstbesten Tarif als Ersatz nehmen zu müssen. Aus diesem Fall ist ein umfassender Versicherungsvergleich sehr wichtig, der einem eine Vielzahl an Alternativen zu besten Konditionen aufzeigt und die auch direkt abgeschlossen werden können. Erst nach der Bestätigung eines Neuvertrags durch den entsprechenden Versicherer sollte die aktuelle Versicherung gekündigt werden.

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