Gründe für die Kündigung einer Hundehaftpflicht gibt es mehrere. Zum einen kann es sein, dass ein günstigeres Angebot den Hundehalter veranlasst, die Versicherung für seinen Vierbeiner zu wechseln. Unzufriedenheit mit dem Versicherungsvertreter, Beitragserhöhungen ohne Leistungserweiterung, Tod oder Abgabe des Vierbeiners sind weitere Gründe für eine Kündigung.

Kündigung auf Grundlage des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG)

Die Hundehaftpflicht lässt sich innerhalb der ersten 14 Tage nach Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen kündigen. Zum Beispiel, wenn der Versicherungsnehmer ein besseres Angebot findet. Die Grundlage bildet § 8 VVG.

Hundehaftpflicht kündigen: Arten der Kündigung

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten die Hundehaftpflicht zu kündigen. Zum einen die ordentliche Kündigung (reguläre Kündigung) zum Ablauf des Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende. Zum anderen die außerordentliche Kündigung.

Ordentliche Kündigung (reguläre Kündigung) zum Ablauf des Versicherungsjahres

Keine oder eine nicht fristgerechte Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres bedeutet, der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr. Keine Hundehaftpflicht endet automatisch nach einem Jahr. Die reguläre Kündigung erfolgt im Idealfall schriftlich, die Angabe eines bestimmten Grundes ist nicht nötig. Um sicherzugehen, dass die Kündigung ankommt, ist die Versendung per Einschreiben mit Rückschein zu empfehlen. Verträge mit Laufzeiten von mehr als drei Jahren lassen sich separat kündigen. Das bedeutet, der Versicherungsnehmer kann ab dem Ende des dritten Jahres und jedes darauf folgende Jahr kündigen. Keine Rolle spielt, wie lange der Vertrag noch laufen würde.

Hundehaftpflichtversicherung kündigen – außerordentliche Kündigungsgründe

Die außerordentliche Kündigung erlauben Ereignisse, die zur Kündigung berechtigen, von denen es mehrere gibt. Zum Beispiel die Erhöhung der Versicherungsprämie während der Laufzeit, wenn der Versicherungsnehmer eine Hundehaftpflicht mit festem Leistungsumfang zu einem bestimmten Betrag vertraglich bestimmte.

Beitragserhöhung ohne Leistungserweiterung

Beschließt der Versicherungsgeber die Prämie zu erhöhen, lässt der Vertrag sich binnen eines Monats nach Bekanntgabe der Erhöhung kündigen (Sonderkündigungsrecht). Die Kündigung ist sofort oder spätestens mit Inkrafttreten der Erhöhung wirksam. Eine Prämienerhöhung in beliebiger Höhe reicht aus, um die Hundehaftpflicht zu kündigen.

Sonderkündigungsrecht im Schadensfall

Des Weiteren gibt es ein Sonderkündigungsrecht im Schadensfall. Dieses gilt für beide Vertragsparteien. Der Versicherer muss den Vertrag sofort fristlos nach der Regulierung des Schadens kündigen. Jährlich vorausbezahlte Beiträge sind zurück zu erstatten.

Kündigung bei Risikowegfall

Ein weiterer Grund zur Kündigung der Hundehaftpflicht besteht bei Nichtbesitzen des Hundes wie bei Tod oder Abgabe des Hundes. Unwichtig ist der Grund für das Nichtbesitzen des Hundes. Das bedeutet, es ist egal, ob der Hund verstorben ist oder der Versicherungsnehmer ihn abgegeben hat. Da durch das Nichtvorhandensein des Hundes kein Versicherungsrisiko besteht, lässt der Vertrag sich sofort auflösen. Ist der Hund verstorben, ist dem Kündigungsschreiben ein entsprechender Nachweis des behandelnden Tierarztes beizufügen. Ähnliches gilt bei kostenloser Abgabe des Tieres an ein Tierheim. Bei einem Verkauf des Tieres liegt im Idealfall eine Kopie des Kaufvertrages dem Kündigungsschreiben bei. In allen anderen Fällen reicht eine formlose Mitteilung an den Versicherer in der Regel aus.

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